KELLY AND BIRKIN – FASHION CULTURE | Roma e Toska
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KELLY AND BIRKIN – FASHION CULTURE

08. August 2017 | Birgit Tyszkiewicz | Style Report |  2
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Wenn man denkt, eine Tasche ist einfach nur eine Tasche und da gehören die sieben Sachen rein, die man so mit sich schleppt, dann irrt man sich gewaltig und gehört wahrscheinlich zu der Kategorie Fashion-Muffel, die nur etwas anziehen, damit sie nicht nackt rumlaufen. Nein, eine Tasche ist ein Statement, ein Status-Symbol und – wie bei der Kelly oder Birkin Bag von Hermès – eine zeitlose „Mode-Kultur“ in höchster Ausfertigung. Wer sie richtig trägt oder, fast könnte man schon sagen,  sie verdient trägt, der weiß nicht nur um ihre Geschichte, sondern auch um das Leder, die Verarbeitung, die Historie von der Fertigung in dem kleinen Atelier in der Rue du Faubourg de Saint-Honoré in Paris.

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Sie wird nur auf Bestellung gefertigt und man muss damit bis zu zwei Jahre warten, bis man sie am Handgelenk tragen darf. Kein schlechtes Marketing-Konzept in Zeiten, wo alles sofort und im Überfluss verfügbar ist. In der vergangenen Woche war Secondella aus Hamburg zu Gast im Flagship Store von Roma e Toska in Kampen. Mitgebracht hatten sie verschiedene Birkin Bags, und ich konnte beinahe täglich Brigitte Kasper, die versierte Kennerin des Luxus-Secondhand Geschäftes, erleben, wie sie liebevoll die Kundengespräche führte.

Brigitte Kasper Secondella

Kelly Bag Secondella

Für sie sind diese Taschen Kunstobjekte, schon ihre Großmutter trug 1949 eine Kelly Bag noch bevor diese ihren berühmten Namen erhielt. Sie hat sie geerbt, so wie eine Kelly oder Birkin ein Erbstück ist. „Eine super moderne Tasche ist in zwei Jahren wie eine Zeitung von gestern“, so Kasper Die Berliner Künstlerin Freddy Reiz bemalt sie übrigens und macht daraus ihre ganz eigenen unique Art-Birkin-Bags.

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Eigentlich gehöre ich nicht zu dem Typ Hermès Kelly oder Birkin, aber nach einer Woche Wohngemeinschaft mit den handgearbeiteten Schönheiten könnte ich mir vorstellen, mit so einer abgeschabten, verranzten, vielfach gelebten Birkin herum zu spazieren.

Birkin Bag

Die Birkin Bag: Der Chairman von Hermès, Jean-Louis Dumas, soll 1984 im Flieger der Schauspielerin Jane Birkin geholfen haben, ihre aus der Tasche gefallenen Sachen einzusammeln. Sie beklagte sich heftig, dass es keine große Tasche gibt (Weekender) in der sie komfortabel alles reinbekommt. Noch im Flugzeug skizzierte Dumas die zukünftige Birkin Bag.

Jane Birkin

Die Kelly Bag: Hermès war 1935 noch spezialisiert auf Sättel, große Taschen und Reisegepäck als John Dumas die kleine „Petit Sac Haut à Courroies“ entwickelte. Kein großer Verkaufsschlager, aber sie blieb beharrlich im Sortiment. Am Tag der Verlobung von Grace Kelly mit dem Fürsten von Monaco 1956 trug sie diese Tasche. Das Foto ging um die Welt und machte den Sac Hermès zur berühmtesten Tasche der Welt!

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