Designer’s Corner | Roma e Toska
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Fall/Winter 2017 | Designer’s corner

BLACKBERRY SERENDIPITY

05. Oktober 2017 | Birgit Tyszkiewicz | Designer's corner |  3
Brombeeren

Ich gestehe, das englische Wort „Serendipity“ musste ich kurz nachschlagen, obwohl ich in dem verführerischen Süßwaren-Café in Manhattan schon mehrfach gegessen habe. Es steht für „Glück“ und hat diesen wunderbaren Klang von fröhlicher Leichtflüßigkeit. Nach einem ruppigen Tag gestern musste ich mich trotz Regen und schwindendem Tageslicht mit kindlichem Sammeltrieb zwischen die nassen Brombeerbüsche zwängen, um die letzten Beeren der Saison zu pflücken. Weiterlesen

AUTUMN POTPOURRI

Nun habe ich bestimmt schon eine viertel Stunde in das dunkle regennasse Herbstgrau geschaut, gedankenverloren, zeitentrückt. Montag früh, Brückentag in Deutschland, da morgen die Einheit der Nation gefeiert wird. Das Office in Hamburg ist trotzdem besetzt, die Stofflieferanten in Italien und Paris arbeiten wie immer und in meinem morgenmüden Kopf huschen die Gedanken hin und her, wie der Wind draußen die Bäume verwirbelt. Weiterlesen

FASHION CAROUSEL

Die Bilder ähneln sich, die Hotels bleiben die gleichen, die Abläufe sind beinahe austauschbar … und doch ist es immer wieder anders. Vergangene Woche waren Toska (20) und ich auf der Premier Vision in Paris, der größten internationalen Messe für Stoffe und Accessoires. Wie jedes Jahr: 4.30 Uhr aufstehen, Boarding 5.40 Uhr, Ankunft Paris, warten auf den Shuttle, Anstehen für die Badges und auf geht’s in die Fussballfeld-großen Hallen 5 und 6. Weiterlesen

AKOYA – THE MOTHER OF PEARL

Ja, sie sind es geworden, die wunderschönen zweifach gelaserten Perlmutt-Knöpfe, die auf einzigartige Weise das Thema der „Arabeske und der Persische Garten“ in diesem Herbst-Winter illustrieren. In der letzten Minute haben sich die kleinen „Storyteller“ hineingeschmuggelt und die eigentlich vorgesehene, aber viel zu spät georderte, ursprüngliche Auswahl verdrängt. Weiterlesen

JUST ONE F*E-MAIL – PROKRASTINATION

Woran kann es liegen, alles ist sorgfältig vorbereitet wird und dann bleibt eine – eine dämliche Sache liegen – nicht, weil man sie vergessen hat, sondern sie einfach nicht erledigt, noch nicht erledigt. So wie den Brief verfassen, ihn aber nicht in den Briefkasten stecken. (Letztens habe ich sogar einen Briefkasten fotografiert, nur um zu belegen, dass ich diesen Schritt geschafft habe.). Oder ich schreibe ein Dutzend e-mails zu einem Thema, nur die letzte nicht … weil? Kein Ahnung!Weiterlesen

PATTERNS FROM CHILDHOOD

Wir sind eine Summe von Bildern, ein merkwürdiges, einzigartiges Puzzle aus erlebten, eingefrorenen Snapshots, unsere visuelle DNA … und somit nimmt es nicht Wunder, dass wir immer wieder auf optische Grundmuster zurückfallen. Man könnte die großen Kontexte herbeizitieren wie der Chefdesigner von Valentino, Pierpaolo Piccoli, der ohne seine Geburtsstadt Rom nicht der Designer wäre, der er ist. Karl Lagerfeld kreist um das aristokratische Pompadour, wahrscheinlich hatte seine Mutter dazu den passenden Nippes und die Bücher. Wolfgang Joop ist Berlin, ist Potsdam. Weiterlesen